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"Wie groß die Einflüsse von außen auch sein mögen: Es ist unser eigenes Leben, und es gibt nur dieses eine Leben. Besser also, sich nicht als Opfer der Umstände, sondern als Gestalter und Gestalterinnen unseres eigenen Lebens zu verstehen." |
"Ich gehe davon aus, dass das Leben sinnvoll sein kann, wenn Menschen denn schon immer wieder nach dem Sinn fragen, und dass der tiefste Sinn des Lebens wohl der ist, es zu leben, dann findet das eigene Leben wie von selbst zu seiner ureigensten Gestalt."
Klappentext
Das Buch
Authentisch sein, Zugang zu den eigenen Ressourcen finden: Verena Kast erschließt neue Dimensionen in einer Zeit, in der viele Menschen das Gefühl haben, nicht so zu leben, wie es eigentlich richtig wäre. Dies bedeutet, eigene Freiheiten zu entdecken, sich aus einengenden Abhängigkeiten zu lösen, zu spüren, wo man selbst lebendig und schöpferisch ist. Das gilt besonders da, wo man immer wieder in dieselben Mechanismen gerät, sich von anderen Menschen oder sogenannten Sachzwängen bestimmen lässt, obwohl man doch etwas ganz anderes möchte. Und es kann auch bedeuten, in Zeiten echter Einengungen - etwa durch eine schwere Krankheit - immer noch Zugänge zu den Ressourcen zu finden, die Lebendigkeit und Freude fördern. Verena Kast weiß, dass in jedem Menschen die Kräfte liegen, die immer wieder Neues entdecken lassen, die einen schöpferischen und produktiven Umgang mit der eigenen Situation ermöglichen. Und sie weiß, dass es gelingen kann, zu neuen Freiheiten — und Einsichten zu finden.
Zu leben heißt, in Kontakt mit den eigenen Gefühlen zu sein. Nicht nur mit der Angst, sondern auch mit dem Arger, der uns signalisiert, dass wir in unseres Selbsterhaltung oder in unserer Selbstgestaltung gehemmt fühlen oder uns hemmen lassen, so dass wir nicht unser eigenes Leben leben. Gerade der Ärger zeigt uns aber auch, dass wir Menschen zwar das Bedürfnis haben, das eigene Leben zu leben und dafür auch einzustehen, etwas zu entwickeln und zu gestalten, aber dass wir in unserer Selbstgestaltung nur so weit gehen wollen, dass wir in Beziehung zu anderen Menschen bleiben können: Der Ärger muss also so ausgedrückt werden, dass zwar Hindernisse beseitigt, aber nicht die Beziehung und das Gefühl der Zugehörigkeit zerstört wird.
Das eigene Leben zu leben, heißt auch herauszufinden, wo unsere wirklichen Interessen sind, unsere leidenschaftlichen Interessen. Unsere Interessen zeigen uns, wo wir lebendig sind, wo die Welt uns anspricht, wo uns etwas aus der Welt entgegenkommt, das uns ganz und gar zu faszinieren vermag. Und es ist dann nicht auszumachen, ob uns das, was uns so fesselt, aus der Welt entgegen kommt oder aus unserer Innenwelt. Indem wir unseren wirklichen Interessen folgen und sie auch gestalten, gestalten wir uns selber. Das wiederum erfüllt uns mit Freude - eine weitere Ressource -, vielleicht sogar mit Inspiration mit Leidenschaft. Und da, wo wir unseren Leidenschaften nachgehen können, da sind wir wirklich lebendig. Zu leben heißt, etwas zu haben, was uns mit Leben erfüllt und was uns auch eine Sinnerfahrung gibt. Mit den verschiedenen Gefühlen in Verbindung zu sein, gibt uns das Gefühl der Lebendigkeit in der Beziehung zu anderen Menschen. Und dies gibt uns eine Sinnerfahrung.
Unsere Interessen, aber auch unsere Faszinationen zeigen uns, dass in unserem Leben immer noch etwas aussteht, dass immer noch etwas fehlt. Dies erfüllt uns mit Sehnsucht und mit Angst. Können wir uns der Angst stellen, dann erleben wir das Ausstehende als das Fremde, das uns herausfordert, aber auch neu belebt. Es sind Ressourcen in jedem Menschen vorhanden und es geht darum, sie dazu zu nützen, das Leben lebendiger zu machen, in einen Entwicklungsprozess einzutreten, durch den unsere Beziehung zu uns selbst und zu den Mitmenschen lebendiger wird. In diesem Prozess wird deutlich, dass wir die Verantwortung für uns und unser Leben nicht an andere Menschen delegieren und nicht verlangen können, dass sie für uns Entscheidungen treffen. Wie groß die Einflüsse von außen auch sein mögen: Es ist unser eigenes Leben, und es gibt nur dieses eine Leben. Besser also, sich nicht als Opfer der Umstände, sondern als Gestalter und Gestalterinnen unseres eigenen Lebens zu verstehen. Natürlich gibt es dabei Herausforderungen und Probleme, aber wir haben auch Möglichkeiten, mit diesen Problemen umzugehen. Dabei geht es immer darum, um das eigene Leben und um die Lebendigkeit zu ringen, in der Beziehung und in der Zugehörigkeit zu anderen Menschen, und letztlich geht es um Sinnerfahrung, wie man es auch vom Individuationsprozess her kennt, wie ihn die Jungsche Schule beschreibt.
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Einleitung |
7 |
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Chancen für neue Erfahrungen |
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Energiequelle „Ärger" |
39 |
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Ressourcen finden, wenn die Angst dominiert |
42 |
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Der Wunsch, autonom zu sein |
66 |
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Grenzen überschreiten — das Fremde entdecken |
76 |
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Ein Weg aus der Hilflosigkeit - Empathie mit sich selber |
99 |
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Das Interesse an sich selbst — Zuwendung zu sich |
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und derWelt |
107 |
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Lebensleidenschaft - das Leben gestalten |
111 |
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Auf dem Weg zur Reife - Echtheit entwickeln und |
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Sinn erfahren |
132 |
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Anmerkungen |
154 |
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Quellenverzeichnis |
157 |