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Ganzwerden ist eine Utopie. Wir sind bestenfalls auf dem Weg. |
"Individuation bedeutet, im gelebten Alltag zu entdecken, wer wir wirklich sind, was an ganz spezifischen Möglichkeiten in uns angelegt ist."
Klappentext
Individuation findet im Alltag statt. Unser Leben bietet uns alles, was wir benötigen, um uns zu immer autonomeren, immer beziehungsfähigeren Menschen zu entwickeln. Und je mehr wir in Einklang mit unseren Möglichkeiten und Begrenztheiten leben, das heisst, je mehr wir mit uns selbst identisch sind, um so stärker erleben wir unser Schicksal als zu uns gehörend und sinnvoll.
Es ist ein Grundanliegen von Verena Kast, ihre Leserinnen und Leser zu ermutigen, sich auf den Individuationsprozeß einzulassen und all das, was ihnen das Leben an Herausforderungen anbietet, zu nutzen. Die vorliegende Sammlung von Zitaten und Kurztexten, die die zentralen Aspekte des Individuationswegs umkreisen, möchte Anregung sein, in Bewußtheit und Offenheit und in einem ständigen Dialog mit der inneren und äusseren Welt durchs Leben zu gehen.
Ziel des Individuationsprozesses ist es, daß man zu dem Menschen wird, der man eigentlich ist. «Werde, der du bist», so sagte schon Pindar, die Idee ist also nicht neu. Aristoteles betonte, daß jedes Erschaffene in sich die nur ihm eigene Gestalt enthält und daß das Leben zu dieser eigenen Gestalt hinführen soll. Das heißt, daß die Fülle unserer Lebensmöglichkeit zu einem großen Teil erlebbar werden kann, daß sichtbar werden kann, was in uns - und vielleicht eben nur in uns - angelegt ist.
Der Individuationsprozeß ist in diesem Sinne ein Differenzierungsprozeß: Die Besonderheit eines Menschen soll zum Ausdruck kommen, seine Einzigartigkeit. Dazu gehört ganz wesentlich das Annehmen von sich selbst mit den jeweils damit verbundenen Möglichkeiten, aber auch den Schwierigkeiten - wobei gerade die Schwierigkeiten wesentlich sind, sie machen ja unsere Besonderheit weitgehend aus. Das Annehmen von sich selbst, samt den Möglichkeiten und den Schwierigkeiten, ist eine Grundtugend, die im Individuationsprozeß verwirklicht werden will.
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Inhalt |
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Einführung |
7 |
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Individuation - Ausgangspunkt und Ziel |
15 |
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Stagnation als Herausforderung |
25 |
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Autonomie - Mut zur Unsicherheit |
39 |
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Krisen als Wendepunkte |
51 |
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Öffnung nach Innen |
65 |
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Therapie als Wegbegleitung |
77 |
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Emotionen - Verkannte Entwicklungspotentiale |
87 |
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Märchen und Träume - |
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Wegweiser aus dem Unbewußten |
105 |
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Reifen am Du |
117 |
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Literaturhinweise |
135 |
